Lebenslauf Béatrice Gründler

Sie studierte Gesang bei Matthias Toggenburger und Judith Graf und besuchte Meisterkurse, u. a. bei Margareet Honig, Holland und Christopher Underwood, England. Sie interessierte sich schon immer für verschiedene Stile und so besuchte sie die Jazzschule Luzern und nahm Gesangsstunden bei Jazzsängerinnen wie Laura Newton und Christine Jaccard. Daneben nahm sie immer wieder Tanz- und Schauspielunterricht. Ursprünglich Kindergärtnerin, erwarb sie an der Hochschule für Musik und Theater Zürich das Diplom als musikalische Grundschullehrerin und den eidg. Fachausweis als Ausbilderin.

Neben klassischem Repertoire sang sie immer auch Jazz, Chanson und Musical. Durch langjähriges Zusammenspiel u. a. mit den Pianisten/Akkordeonisten Pascal Brugisser, Edgar Petter sowie diversen Orchestern und Bands weist sie eine reiche Bühnenerfahrung in der Kleinkunstszene auf. Ein Höhepunkt bildete der Auftritt mit der ETH Bigband am Jazzfestival Montreux 95.

Liederabende und Recitals gestaltete sie unter anderem mit Komponisten wie G. Fauré, B. Britten, E. Satie, M. Ravel, C. Débussy, C. Saint-Saëns, G. Bizet, G. Rossini, E. Grieg, H. Wolf, E. Granados und de M. de Falla. Sie trat als Polly (Dreigroschenoper) und Fennimore (Silbersee) von Kurt Weill und in keinen Operettenrollen auf.

Barockes Repertoire singt sie vorwiegend in geistlichen Werken und trat einige Jahre mit dem Trio „voci festive“ auf.

Mit dem russischen Akkordeonisten Oleg Lips und dem belgischen Gitarristen Dominique Pièrard, sang sie auf Kleinkunstbühnen im In –und Ausland Lieder von George Gershwin, Kurt Weill, J. Kosma / J. Prévert sowie jiddische Lieder, Jazz, sowie französische Chansons.
Béatrice Gründler unterrichtet Musikdidaktik und Gesang an der Musikakademie St. Gallen sowie der Pädagogischen Hochschule und gibt Weiterbildungskurse im Bereich Musik- und Gesangspädagogik.
Ihre eigenen Lieder gibt sie u. a. im Musik Hug Verlag in Form von CD’s und Noten heraus. Sie schreibt Kindermusicals, welche an Schulen und Musikschulen aufgeführt werden, sowie Geschichten und Lieder im Auftrag von Verlagen.

Auszug aus dem Interview "Kopf der Woche", Winterthurer Landbote 4.7.02:
... Musik ist für mich eine Möglichkeit, mich auszudrücken. Ich will damit in den Zuhörern etwas auslösen, sie erfrischen und ihnen Mut machen. In der Musik können die Feinheiten des Lebens hörbar gemacht werden ... ein piano neben einem forte kann sehr bedeutungsvoll sein und wenn mein Publikum und ich dabei Hühnerhaut bekommen, dann ist das für mich immer wieder ein wunderbarer Moment ... Früher war die Musik für mich eine Flucht. Unterdessen ist sie zu meiner Heimat geworden. Wenn ich singe, bin ich mir und dem Himmel am nächsten.


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